Nicht mal ein Jahr ist es her, dass unsere Helden die ultimative Niederlage erlitten haben. Der galaktische Tyrann Thanos hat, mithilfe der sechs Infinity Steine, die Hälfte allen Lebens im Universum ausgelöscht. Doch schon kurz nach Verlassen des Kinosaals, sollte jedem klar gewesen sein, dass er dafür bezahlen muss. Ganz nach dem Motto >> Wenn wir die Erde nicht schützen können, werden  wir Sie auf jeden Fall rächen <<.   Wie und mit welchen Schwierigkeiten dieses Unterfangen verbunden ist, werde ich euch an dieser Stelle nicht weiter verraten. Denn Avengers: Endgame ist ein kleines Meisterwerk geworden, dass dank der vorausschauenden Planung des Studios einen atemberaubenden Abschluss darstellt.  

Im Gegensatz zu seinem direkten Vorgänger erzählt Avengers: Endgame jedoch eine viel persönlichere Geschichte, die sich mit Verlust, dem Leben und der persönlichen Bestimmung jedes Einzelnen auseinandersetzt. Und dafür lässt sich der Film auch ordentlich Zeit. Er möchte uns wissen lassen, dass dies nicht einfach ein weiterer plumper Einsatz der Avengers ist. Die Welt und ihre restliche Bevölkerung sind am Ende, genau wie unsere Helden. Aber nicht jeder geht damit gleich um. Manche stürzen sich in ihre Arbeit und andere ziehen sich komplett zurück. Erst als sich eine kleine aber hoffnungsvolle Chance auftut, findet sich das Team wieder zusammen um eine letzte gemeinsame Reise anzutreten.  Genau wie seine Vorgänger kommt natürlich auch Avengers: Endgame nicht ohne eine gewisse Prise Humor aus. Und auch wenn er sich dabei in den typischen Grenzen bewegt, wurden manche Elemente nach meinem Geschmack etwas zu sehr ausgeschlachtet. Ob man sich dadurch gestört fühlt, hängt dabei von der eigenen Erwartungshaltung ab. Am Ende bleibt Endgame aber immer noch ein MCU Film.

Schlussgedanke: Avengers: Endgame beendet das bisherige MCU nicht nur, es zelebriert es regelrecht. Kenner der Filme kommen hier in jedem Fall auf ihre Kosten und werden mit Fan-Service regelrecht bombardiert. Die satte Laufzeit von 186 Minuten vergeht wie im Flug und beschert uns viele tolle, Actionreiche und emotionale Momente die in einem (etwas zu linearen) dritten Akt der Superlative münden. Es ist schwer dieses wahnsinnige Unterfangen nicht zu respektieren und objektiv zu bewerten. Für mich persönlich ist dies ein Ende einer langen Ära, die mich schon seit meiner Grundschulzeit treu begleitet hat. Ich würde gerne über das Pacing, die Schauspieler, die Effekte und die verstecken Intentionen der Macher philosophieren, kann es aber in diesem Fall schlichtweg nicht. Dafür hat mich Avengers: Endgame von Anfang an viel zu sehr gepackt und nicht mehr losgelassen. Und wenn ich ehrlich bin, ist es so wahrscheinlich auch am besten …

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